Rückschau

Die Greuters. Europäische Künstler und Verleger der Frühen Neuzeit

Der in Straßburg geborene Matthäus Greuter (1566-1638), Stammvater einer einflussreichen Künstler- und Verlegerdynastie, war renommierter Kupferstecher, Drucker und Verleger. Die Kunden schätzten Greuter wegen seiner erstklassigen Qualität und Vielseitigkeit: Heiligen- und Madonnenbilder gehörten ebenso zu seinem Sortiment wie Architektur, Stadtpläne, allegorische Thesenblätter und Porträts. Unter anderem fertigte Greuter naturwissenschaftliche Darstellungen für Galileo Galilei und stach den ersten Blick auf Bienen durch ein Mikroskop. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang kooperierten Matthäus, seine Söhne und Enkel mit fast allen in Rom tätigen Spitzenkünstlern, darunter Gianlorenzo Bernini, Guido Reni und Pietro da Cortona. Das Bild der neuen Peterskirche wurde maßgeblich durch Stiche der Greuters in ganz Europa verbreitet.

21.04.2016 - 12.06.2016

Gemäldegalerie

​Herakles in Neuseeland. Bilder von Marian Maguire

 

„Ko wai koe? – Wer bist Du?“ Die Frage des Māori richtet sich unmittelbar an den seltsamen Krieger vor ihm, der einer griechischen Vase der archaischen Epoche entsprungen scheint. Das Aufeinanderprallen zweier Menschen-Bilder trotz unüberbrückbarer Distanzen in Raum und Zeit. Und doch lässt die ‚Kriegsbemalung‘ der beiden vermuten, dass eine gewisse Verwandtschaft zwischen ihnen besteht.


In ihren Lithographien und Radierungen setzt sich Marian Maguire kritisch mit der Geschichte Neuseelands auseinander. Indem sie die westliche Kolonialmacht unter ihrem Anführer James Cook in die Rolle des antiken Helden Herakles versetzt, wird die etablierte Perspektive eines zivilisatorischen Gefälles zwischen westlicher und pazifischer Welt wirksam gestört. Ein Dialog auf Augenhöhe entsteht. So rühren die vordergründig skurril erscheinenden Bilder der Künstlerin an wesentliche, sehr aktuelle Fragen des Menschseins: Wie begegne ich dem Fremden und was macht diese Begegnung mit meiner eigenen, kulturellen Identität?

23.01.2016 - 22.05.2016

Graphische Sammlung

Augen & Blicke

Das Sehen in der bildenden Kunst von Alt-Ägypten bis zur Moderne

 

Unter den menschlichen Sinnesorganen nimmt das Auge eine Sonderstellung ein: Sowohl für die Wahrnehmung als auch für die Gestaltung der Welt ist es von übergeordnetem Rang. Die bildenden Künste haben darauf mannigfach reagiert. Als Körperteil oder als Symbol spielt das Auge in Kunstwerken aller Zeiten eine prominente Rolle; Blicke werden als Mittel der Bilderzählung eingesetzt oder stellen Verbindungen zur Transzendenz her.

 

Anhand von viereinhalb Jahrtausenden Kunst aus den Sammlungen des Martin von Wagner Museums erkundet die Ausstellung die äußerst vielgestaltige Darstellung des Sehens in den unterschiedlichsten Bildmedien. Jede der elf Sektionen nähert sich der Visualisierung von Visualität unter einer jeweils anderen Fragestellung. Aus dem Verfolgen des einen Themas durch mehrere Jahrtausende kristallisieren sich letztlich menschliche Grundfragen heraus: nach Selbsterkenntnis, Liebeserkenntnis, Gotteserkenntnis.

09.12.2015 - 02.04.2016

Gemäldegalerie

Zu Gast bei der Königin von Saba

Archäologische Funde und Forschungen im antiken Südarabien

Von Mai bis Anfang Oktober 2015 präsentiert die Antikensammlung des Martin von Wagner Museums erstmals eine Ausstellung zum antiken Südarabien (Jemen), dem sagenumwobenen Land der Königin von Saba, aus dem die Mittelmeerkulturen Weihrauch und Myrrhe bezogen.

Die Sonderausstellung führt eine Posterpräsentation des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg und Objekte aus dem Archäologischen Museum der Universität Münster zusammen, die faszinierende Einblicke in die exotischen Zeugnisse der antiken Reiche am Golf von Aden gewähren.

Die von Computeranimationen begleitete Posterausstellung kreist vor allem um die Rekonstruktion zweier spektakulärer Bronzestatuen sowie um die Entdeckungen der jüngsten Ausgrabungen in Zafar, wo die Überreste eines monumentalen Heiligtumkomplexes mit aufsehenerregenden Relieffriesen freigelegt wurden.

Aus der Universität Münster stammen u. a. Skulpturen, Münzen und Tongefäße, die einen Querschnitt aus Kunst und Kunsthandwerk der südarabischen Reiche repräsentieren. Neben eindrucksvollen Köpfen und Statuetten aus Alabaster werden auch Stelen mit Inschriften präsentiert, die über die antiken Vorläufer der arabischen Sprache Aufschluß geben.

Verteilt über zwei Räume bietet die Ausstellung einen vielseitigen Zugang zu den Hinterlassenschaften einer versunkenen Hochkultur, als Arabien von den Völkern Europas noch als 'das Glückliche' apostrophiert wurde.

12.05.2015 - 04.10.2015

Antikensammlung

09.01. - 08.03.2015

Graphischen Sammlung

Leuchtende Antike. Lampen aus dem Mittelmeerraum

Licht in allen vorstellbaren Abstufungen, verfügbar zu jeder Tages- und Nachtzeit: Für die Menschen von heute ist das selbstverständlich. In der Antike dagegen war das Leben fast ausschließlich auf die Sonnenstunden ausgerichtet. Zur „Verlängerung“ des Tages musste man sich überwiegend mit kleinen Leuchtkörpern aus Ton zufrieden geben, in denen Öl verbrannt wurde. Diese Lampen rußten stark und gaben ihrer Umgebung kein wirklich helles Licht.

Die Sonderausstellung zeigt Tonlampen aus griechischer, römischer, ägyptischer und nordafrikanischer Herstellung. Viele davon haben noch heute Rußspuren an den Dochtlöchern. Verwendet wurden sie als Beleuchtung fürs Abendessen, bei Bestattungen oder im Götterkult.

Die Ausstellung thematisiert auch das Produktionsverfahren und dessen technischen Fortschritt. Je nach Produktionsart und -ort weisen die Lampen charakteristische Besonderheiten auf: In Ägypten zum Beispiel waren Leuchten mit fünf bis 20 Dochtlöchern besonders populär. Erarbeitet wurde die Schau von Studierenden der Klassischen Archäologie.

11.12.2014 - 19.04.2015

Antikensammlung

Armin Reumann. Bilder vom Krieg, 1914-1918

Anläßlich des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren zeigt das Martin von Wagner Museum eine Ausstellung mit Werken von Armin Reumann. Zum ersten Mal sind die Gemälde, Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen und Skulpturen zu sehen, die dieser Maler in dreieinhalb Jahren als Soldat für sich selbst geschaffen hat. Die zahlreichen persönlichen Zeugnisse — in Würzburg werden rund 250 Werke ausgestellt — ergeben ein selten vollständiges Bild des Krieges, den Reumann an wechselnden Fronten in West- und Osteuropa erlebte.

Die Würzburger Ausstellung ist ein überregional bedeutender Beitrag zur Erinnerung an den Ausbruch des Kriegs vor einhundert Jahren. Im Unterschied zu anderen, panoramisch angelegten Ausstellungen aus demselben Anlass steht hier das monographisch Konzentrierende – und damit die individuelle künstlerische Bewältigung des Kriegsgeschehens – im Vordergrund.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Deutscher Kunstverlag, 272 Seiten mit 349 farbigen Abbildungen), hrsg. von Damian Dombrowski, mit Beiträgen von Roland Borgards, Damian Dombrowski, Peter Hoeres, Markus Maier und Manuela Müller.

17.11.2014 - 15.03.2015

Gemäldegalerie

18.09. - 18.10.2014

Graphische Sammlung

15.05. - 12.07.2014

Graphische Sammlung

GRiechisch - ägYPTISCH. Tonfiguren vom Nil

„GRiechisch-ägYPTISCH: Tonfiguren vom Nil“, so heißt eine aktuelle Sonderausstellung im Martin von Wagner Museum der Uni Würzburg im Südflügel der Residenz. Die Schau zeigt griechisch-römische Statuetten aus Ägpyten. Die Figuren erlauben Einblicke in die populäre Alltagskunst Ägyptens in der Zeit nach der Eroberung durch Alexander den Großen und unter den römischen Kaisern. Damals lebte am Nil ein Völkergemisch aus Griechen, Römern und Ägyptern – und damit eine der frühesten multikulturellen Gesellschaften der Menschheit.

Eine bunte Welt aus Göttern, Menschen und Tieren führt den Besuchern vor Augen, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen damals zu einer gemeinsamen Sprache der Bilder fanden. Diese Sprache drückt religiöse Überzeugungen ebenso aus wie Träume vom irdischen Glück.

Zur Austellung ist ein Begleitband bei Schnell & Steiner erschienen: J. Griesbach (Hrsg.), GRiechisch - ägYPTISCH. Tonfiguren vom Nil (Regensburg 2013).

15.10.2013 - 05.10.2014

Antikensammlung

„docta varietas“. Forschung am Würzburger Kolleg „Mittelalter und Frühe Neuzeit"

25.11.2013 - 12.01.2014

Gemäldegalerie

17.12.2012 - 02.02.2013

Gemäldegalerie

30.09.2012 - 28.04.2013

Gemäldegalerie

Still + Leben. Stilleben des Martin von Wagner Museums

05.07. - 28.12.2012

Gemäldegalerie

Radierungen von Christian Mischke, geschenkt von Gisela und Karl Haberkorn

03.12.2011 - 04.03.2012

Gemäldegalerie

2000 Jahre antikes Glas. Schmuck und Alltagsgerät

26.11.2011 - 08.01.2012

Antikensammlung

KultOrte. Mythen, Wissenschaft und Alltag in den Tempeln Ägyptens

20.10.2011 - 15.09.2012

Antikensammlung

26.09.2011 - 08.01.2012

Antikensammlung

"exemplum virtutis". Zwei Historiengemälde des Giambattista Tiepolo

01.07. - 03.10.2011

Gemäldegalerie

Hochkultur Mykene

15.05. - 31.07.2011

Antikensammlung

Athen mit den Augen des Aristophanes und des Menander

12.04. - 17.07.2011

Antikensammlung

Zeichenkunst. Zeichnungen aus fünf Jahrhunderten

24.03. - 15.05.2011

Gemäldegalerie

Sophie Brandes und der Heidelberger Malerkreis

17.01.2011 - 08.01.2012

Gemäldegalerie

Kostbarkeiten aus der Graphischen Sammlung der Fischerzunft Würzburg

22.06. - 31.08.2010

Graphische Sammlung

Curd Lessig auf Reisen

24.11.2009 - 30.01.2010

Graphische Sammlung

Morde, Rache und Versöhnung. Antikes Theater und politische Geschichte

05.05.2009 - 28.01.2010

Antikensammlung

Kohle Spuren. Studentische Zeichnungen in der Antikensammlung

20.02. - 19.09.2009

Antikensammlung

Gold, Weihrauch, Myrrhe. Die Gaben der Heiligen Drei Könige und ihre Bedeutung in der Antike

09.12.2008 - 15.02.2009

Antikensammlung

Ein lakonischer Blick. Die Oberflächen der Welt in den Städtebildern von Moritz Hasse

14.09. - 19.10.2009

Graphische Sammlung

Hermes – Merkur. Metamorphosen eines Gottes von der Antike zur Moderne

10.06. - 12.10.2008

Antikensammlung

Michael Lassel: Sicht der Dinge

18.05. - 07.09.2008

Graphische Sammlung

Dieter Stein: Altes und Neues – und Arbeiten von Freunden

18.04. - 13.07.2008

Gemäldegalerie

Johann Martin von Wagner – Künstler, Sammler und Mäzen

04.12.2007 - 12.03.2008

Antikensammlung und Gemäldegalerie

Wahre Helden? Honoré Daumier und die Antike

06.10. - 11.11.2007

Antikensammlung

Franz Reuchlein 1907-1991. Malerei und Grafik

16.09. - 21.10.2007

Graphische Sammlung

Freunde, ich habe einen Tag verloren. Rom zur Zeit des Kaisers Titus

08.06. - 16.09.2007

Antikensammlung

Eine Sekunde Gegenwart. Fotografie Katrin Heyer

19.11.2006 - 28.01.2007

Graphische Sammlung

Die Etrusker. Jenseitsvorstellungen und Ahnenkult

14.10.2006 - 18.02.2007

Antikensammlung

Joachim Schlotterbeck. Bilder aus Würzburger Sammlungen

24.09. - 05.11.2006

Gemäldegalerie

Nicolai Sarafov, Sisyphos. Radierungen

02.07. - 24.09.2006

Graphische Sammlung

Herakles – Herkules: "Superman" der Antike. Bilder seiner Taten

25.03. - 28.05.2006

Antikensammlung

Amerikanischer Traum. Malerei von Steffi Mayer

06.11.2005 - 12.03.2006

Gemäldegalerie

Im Zeichen des Dionysos. Chöre, Masken und Maschinen. Theater in der Antike

20.09.2005 - 19.02.2006

Antikensammlung

Gunter Ullrich. Aquarelle aus sechs Jahrzehnten

19.06. - 02.10.2005

Gemäldegalerie

Menschen, Masken, Rituale. Alltag und Kultur vor 7000 Jahren in der prähistorischen Siedlung von Uivar, Rumänien

21.04. - 10.07.2005

Antikensammlung

Curd Lessig. Werke aus sechs Jahrzehnten

05.12.2004 - 27.02.2005

Gemäldegalerie

Marie Luise Kaschnitz. Ausstellung zum 30. Todestag am 10. Oktober 1974

05.10. - 14.11.2004

Antikensammlung

Abklatsch, Falz und Zwiebelfisch. 525 Jahre Buchdruck und Bucheinband in Würzburg

17.09. - 21.11.2004

Gemäldegalerie

An die Mächte der Natur. Lebenswelt und Mythen der altperuanischen Nasca-Indianer

07.11.2003 - 08.02.2004

Antikensammlung

Gehegt, gejagt, geopfert. Tiere im antiken Griechenland

01.07. - 05.10.2003

Antikensammlung

Wolfgang Lenz. Gedanken über die Zerstörung Würzburgs.

16.03. - 11.05.2003

Gemäldegalerie

Das halbe Leben ein Fest. Alltag im antiken Athen

09.03.2003 - 02.10.2004

Antikensammlung

Die Griechen und ihre Nachbarn

28.01. - 18.05.2003

Antikensammlung

Vom Großen Löwenhof zur Universität. Würzburg und die deutsche Literatur im Spätmittelalter

10.10. - 15.12.2002

Gemäldegalerie

Magie des Wissens. Athanasius Kircher: Universalgelehrter, Sammler, Visionär

01.10. - 14.12.2002

Gemäldegalerie

Waldemar Deonna. Ein Archäologe als Photograph. Bilder klassischer Stätten aus den Jahren 1903–1939.

09.07. - 29.09.2002

Gemäldegalerie

Schrift, Sprache, Bild und Klang. Sonderausstellung anläßlich des 600-jährigen Universitätsjubiläums der Universität.

23.04. - 22.09.2002

Antikensammlung

Würzburger Thesenblätter des Barock

10.04. - 09.06.2002

Graphische Sammlung

Würzburger Bilder – Ein Sammler stellt aus. Gemälde der Sammlung Dr. Brod.

03.03. - 28.04.2002

Gemäldegalerie

Musik und Tanz im alten Griechenland

13.12.2001 - 10.03.2002

Antikensammlung

Sportler in der Antike

06.10. - 15.11.2001

Antikensammlung