Mus-Ic-On! Das steht für Musik (musikón = griechisch für musisch, musikalisch, gebildet), für die Bilderwelten rund um die Musik und bedeutet zugleich:

"Lass das Fest beginnen!"

 

 

 

 

 

Eine Ausstellung für Groß und Klein, für die ganze Familie, weil es nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu hören und anzufassen gibt. Im sogenannten Exploratorium wird eine Vielzahl an 'natürlichen' Instrumenten aus den Anfängen kultureller Menschheitsgeschichte zum Ausprobieren bereitgestellt. Musikeinspielungen über Lautsprecher, Hörstationen und Audioguides vermitteln zudem einen lebhaften Eindruck davon, wie Musik in der Antike geklungen haben könnte. Selbstverständlich verfügen wir über keine Tonbänder aus der Zeit vor über 2000 Jahren, und die wenigen antiken Musikstücke, von denen sich Noten erhalten haben, bedürfen der Interpretation. Darum führt der wissenschaftliche Weg zur einstigen Akustik über Vergleiche mit den noch lebendigen Traditionen alter Kulturen vor allem in Asien und Afrika, aber auch in einigen Regionen Europas.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zumeist aus Gräbern stammen originale Musikinstrumente, die aber nur in Einzelstücken aus widerstandsfähigen Materialien überliefert sind. Im Übrigen sind wir auf die "Experimentelle Archäologie" und ihre Nachbauten angewiesen. An die 100 solcher Nachbauten sind in der Ausstellung zu sehen, manche dürfen sogar von den Besucher*innen berührt und gespielt werden. Eine Reihe von Nachbauten ist eigens für die Ausstellung angefertigt worden und feiert somit Premiere: Da ist etwa die erste Kithara, griechische Vorläuferin unserer heutigen Gitarre, deren Klangkörper aus Tierhaut statt wie bislang aus Holz gefertigt ist. Ferner ist da eine riesige altorientalische Leier, die lustige Basstöne gleich einem Schnarren von sich gibt.  Bildern zufolge wurde sie einst von zwei erwachsenen Männern gleichzeitig gespielt. Außerdem lässt sich am transparenten Nachbau einer römischen Wasserorgel (Hydraulis) nachvollziehen, wie die Töne in den benachbarten Pfeifen der Holzbauvariante erzeugt wurden. Und auch das ägyptische Sistrum rasselte je nach Bauweise unterschiedlich laut, mysteriös und unheimlich.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aber die Ausstellung erlaubt nicht nur, antiken Klängen zu lauschen. Ebenso erfahren Sie alles über die Hintergründe, wie sich die Forschung diese verloren geglaubte Dimension der Vergangenheit nach und nach immer mehr zurückerobert hat, wie alte Notationen und Kompositionen aussehen, wie die Instrumente hergestellt worden sind und wie sie sich in der Neuzeit weiterentwickelt haben. Eine große Sektion befasst sich mit den antiken Kontexten der Musik, die wie heute alle Bereiche des Lebens durchzogen hat: religiöse Zeremonien, ausgelassene Feste, musikalische Wettkämpfe oder Situationen, die akustischer Zeichen bedürfen, etwa in der Schlacht oder bei den Gladiatorenspielen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die soziale Stellung der Musizierenden und ihre Lebensumstände gerichtet, die je nach Kultur und Funktion sehr unterschiedlich ausfallen konnten. Vieles erfahren wir dabei nicht nur aus Schriftzeugnissen, sondern auch aus der Flut an antiken Bildern, in denen Musik stets einen hervorgehobenen Stellenwert genossen hat.

Tauchen Sie also ein in die Musikwelt der Antike! Sie erwartet ein Erlebnis voller neuer visueller und akustischer Eindrücke. Genießen Sie Ihren Rundgang in individueller Entdeckerlaune oder angeleitet durch einen Audioguide oder buchen Sie für sich und ihre Gruppe eine Führung! Außerdem möchten wir Sie gerne auf das umfangreiche Rahmenprogramm aus Konzerten, Workshops und Vorträgen aufmerksam machen.

Öffnungszeiten:

Di bis Sa von 13.30 bis 17 Uhr

sonntags 14-täglich von 10 bis 13.30 Uhr

An folgenden Sonntagen ist die Sonderausstellung geöffnet:

26. Januar

9. und 23. Februar

8. und 22. März

5. und 19. April

3., 17. und 31. Mai

14. und 28. Juni

12. Juli

Hier geht es zur offiziellen Projektseite mit Veranstaltungshinweisen u.v.m.:

MUS-IC-ON!

© 2015 by Barbara Knievel

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