Ovid. Amor fou - Zwischen Leidenschaft und Lächerlichkeit

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14.3. bis 15.7.2018

Gemäldegalerie

„Soll ich nachgeben oder das Feuer, das sich eingeschlichen hat, durch meinen Widerstand noch weiter anfachen?“

Ovid, der römische Lehrmeister der Liebe, erklärt sich in seinen Amores selbst für ohnmächtig angesichts der Gefühle, die der von kindlicher Willkür getriebene Cupido mit seinen Pfeilen auszulösen vermag. Dabei sind die Konsequenzen oft unabsehbar: Kraft der Liebe lassen sich ganze Berge versetzen, aber sie kann ihre Zielpersonen auch mit verhängnisvoller Blindheit schlagen. Wie also umgehen mit dieser Macht, die selbst Göttinnen und Helden in ihren Bann zwingt?

Jede Zeit findet dafür ihre eigenen Bilder und Ansichten. So beleuchtete die Ausstellung, woher der Verfasser von Ars amatoria und Metamorphosen seine Inspirationen bezog, aber vor allem, wie es ihm gelungen ist, durch die Kunst seiner Verse die Nachwelt zu immer neuen Imaginationen seiner Liebesgedichte und -erzählungen anzustiften.