top of page

„I Luoghi dei Tiepolo in festa“

Vortrag zum 330. Geburtstag: Wagner und Tiepolo


Die Familie Tiepolo – neben Giambattista auch seine Söhne Giandomenico und Lorenzo – hat an vielen Orten Werke hinterlassen. Ihre Altarbilder in Kirchen und Kapellen, ihre Fresken in Villen und Palästen, ihre Zeichnungen und Gemälde in Galerien und graphischen Sammlungen verteilen sich über ganz Europa. Mit dem mittelfristigen Ziel, eine Kulturroute des Europarats zu errichten, die einmal alle diese Orte verbinden soll, sind vor fünf Jahren die „I luoghi dei Tiepolo“ (Tiepolo-Orte) gegründet worden. Das Martin von Wagner Museum ist Gründungsmitglied und gehört von Anfang an dem Vorstand dieses Netzwerks an.

 

Jedes Jahr stellen die inzwischen über vierzig Mitglieder – Kommunen, Kirchen, Museen, Kulturvereinigungen, Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus – rund um den Geburtstag Giambattista Tiepolos am 5. März eine Fülle von Veranstaltungen auf die Beine: Führungen, Lesungen, Vorträge, Konzerte, Theateraufführungen, Exkursionen und andere Initiativen. Wie jedes Jahr ist das Martin von Wagner Museum auch 2026 im Programm der „Luoghi dei Tiepolo in festa“ vertreten.


 

Am 5. März, also dem eigentlichen Ehrentag, referiert Professor Damian Dombrowski darüber, was Tiepolo für den jungen Martin von Wagner bedeutete. Dass dieser sich an dem großen Venezianer geschult hat, ist bisher so gut wie nie zur Sprache gebracht worden, zu sehr war der Blick auf den späteren Klassizisten Wagner gerichtet. Dabei lag es nahe, dass ein angehender Künstler sich auf den wichtigsten Maler seines Jahrhunderts stürzte – zumal dann, wenn er ihn nicht nur in Hauptwerken studieren konnte (nämlich in den Fresken der Residenz), sondern auch in dessen graphischem Oeuvre: Zeichnungen und Druckgraphik nicht nur von Giambattista Tiepolo, sondern auch von seinem Sohn Giandomenico und ihrem wichtigsten Würzburger Mitarbeiter Johann Georg Urlaub waren in der Sammlung Johann Peter Wagners in großer Zahl vorhanden, als sein Sohn Martin die ersten künstlerischen Schritte unternahm. Was von diesem Bestand überlebt hat, befindet sich heute im Würzburger Universitätsmuseum.

 

Um das Inspirationsverhältnis Tiepolo-Wagner zu konturieren, schreitet der Direktor der Neueren Abteilung die Zeichnungsproduktion der frühen Würzburger Jahre nach: von 1785 bis 1797, von den ersten Kopien nach Tiepolo, die der achtjährige Wagner anfertigte, bis zum Beginn seines Studiums an der Wiener Kunstakademie.

 

Den Rahmen für diesen Vortrag bildet unsere aktuelle Sonderausstellung „IDEE UND LINIE | Italienische Zeichnungen aus der Sammlung Martin von Wagners“ und die zur Ausstellung erschienene Begleitpublikation An Artist’s Choice: Italian Drawings from the Collection of Martin von Wagner.

 

„Zeichenstunden – der junge Wagner und die Arbeiten der Tiepolo auf Papier“

Vortrag von Prof. Dr. Damian Dombrowski, Direktor der Neueren Abteilung (Gemäldegalerie und Graphische Sammlung)

Donnerstag, 5. März 2026, 19 Uhr, Gemäldegalerie (Südflügel der Residenz, 2. Stock)

Eintritt frei




bottom of page